Mudlokks

Mudlokks

Die Mudlokks sind ein Volk, zu dem unter anderem die Pilzlinge (Engúni), Wurzlinge (Pelvéni) und die Steinlinge (Umalarú) gehören. Die genannten Wesen werden dabei im Allgemeinen für verschiedene Unterarten der Mudlokks gehalten. Das ist jedoch falsch, denn es handelt sich dabei lediglich um verschiedende Endstadien einer einzigen Spezies.

Die Lebensweise der Mudlokks mutet im Vergleich zu anderen Völkern doch ziemlich seltsam an. Besonders auffällig ist das völlige Fehlen weiblicher Exemplare, was sich auf die einzigartige Fortpflanzungsweise der Gattung zurückführen lässt, denn die Rolle der Mutter übernehmen hier stets artfremde Individuen.
Ein erwachsener Mudlokk kann sich ungefähr alle zwei Jahre vermehren, wobei bis auf wenige Ausnahmefälle immer nur ein Abkömmling gezeugt wird. Zu welchem Endstadium sich dieser einmal entwickeln wird, ist gänzlich unabhängig von dem des Elternteils. So kann aus dem Nachkomme eines Pilzlings durchaus ein Steinling oder Wurzling werden oder auch umgekehrt. Von welchen Faktoren dies abhängt, ist bisher noch nicht völlig erforscht, doch scheinen die Lebensbedingungen und Erfahrungen desr Mudlokk-Kinder in ihren früheren Entwicklungsstadien einen nicht unbedeutenden Einfluss darauf zu haben. Insgesamt durchläuft ein Mudlokk drei dieser Stadien, jeweils durch eine Ruhephase getrennt, während der die Metamorphose zur nächsten Entwicklungsstufe stattfindet.

Bei der Fortpflanzung dienen meist Säugetiere oder auch Vögel, die sich ihren Lebensraum mit den Mudlokks teilen, als unfreiwillige "Leihmütter". Nähert sich ein fortpflanzungsfähiges Weibchen einem reifen Mudlokk, so versprüht dieser eine Wolke silbrig glänzender Mudlokksporen, die im Fell, Gefieder oder an der Haut des Tieres haften bleiben. Durch feinste Hautporen dringen sie allmählich in den Körper ein, gelangen bis in die Blutbahn und werden dann zu den Eierstöcken transportiert, wo sie eine Eizelle befruchten. Diese bleibt solange inaktiv, bis das Weibchen auf regulärem Weg trächtig wird. Bringt die Tiermutter später ihren Nachwuchs zur Welt, ist in der Regel ein zusätzliches "Mudlokk"-Baby oder -Ei dabei, was sich zunächst äußerlich überhaupt nicht von dem Rest des Wurfs oder Geleges unterscheidet. In diesem ersten und auch kürzesten Entwicklungsstadium lassen sich die Mudlokks, ebenso wie ihre scheinbaren Geschwister, von der ahnungslosen Leihmutter versorgen. Sie wachsen und gedeihen jedoch sehr viel schneller als die gewöhnlichen Jungtiere, und nach knapp zwei Dekaden verlassen die Mudlokks das Nest. Kurz darauf beginnt die erste Ruhephase, für die sie sich einen sicheren Schlupfwinkel suchen. Nach etwa einem Monat ist die erste Metamorphose abgeschlossen.

In ihrem zweiten Entwicklungsstadium sind die Mudlokks äußerst agil und gefräßig. Alles, was auch nur irgendwie verdaulich und ohne große Mühe erreichbar ist, wird verschlungen. In der Nähe von Siedlungen können diese Wesen regelrecht zur Plage werden, da sie inenrhalb kurzer Zeit große Mengen an Nahrungsmitteln vertilgen. Hat sich ein Mudlokk erst einmal in einem Haus eingenistet, wird man ihn kaum wieder los, denn ein solches Kerlchen lässt sich nur schwer fangen oder verjagen. Im Gegensatz zu ihren vollentwickelten Artgenossen, die ein fast regungsloses und standortgebundenes Leben führen, bewegen sich die bis zu dreißig Zentimeter großen, quirligen Biester unheimlich flink. Zudem sind sie auf Grund ihrer langen, zweifingrigen Klauen geschickte Kletterer, vor denen kaum ein Platz sicher ist.

Den meisten Rhejvandari ist gar nicht bekannt, dass sich das Erscheinungsbild eines Mudlokks während seines Lebens so stark verändert. Wird von einem MUDLOKK gesprochen, so ist in der Regel dieses zweite Entwicklungsstadium damit gemeint.

Nach etwa fünf Jahren kehren die Mudlokks dann wieder zu ihren erwachsenen Artgenossen zurück. Das ist wichtig, denn nur in deren Nähe können sie die letzte Metamorphose durchlaufen. Anderenfalls sterben sie.
Während ihres zweiten Entwicklungsstadiums sind die Heranwachsenden zum Teil weit herumgekommen, haben Erfahrungen gesammelt und sich so auf ihre letzte Stufe vorbereitet. Für die nun folgende Ruhephase graben sie sich ein kleines Erdloch, in dem sie bis zur Vollendung der letzten Metamorphose schlafen. Anschließend erwachen sie dann in ihrer entgültigen Form.

Endstadien der Mudlokks: Engúni | Pelvéni | Umalarú

Mudlokks zählen im Allgemein nicht zu den liebenswürdigsten Zeitgenossen, daher sollte man um das Gebiet, in dem die Mudlokks heimisch sind, möglichst immer einen weiten Bogen machen. Ganz besonders gilt dies aber für schwangere Frauen. Denn auch wenn es bisher nicht erwiesen ist, man kann nie sicher sein, ob man am Ende nicht doch ein Mudlokkbaby untergeschoben bekommt.

 



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