Allgemeines zur Magie

Ehrfürchtig bittest du Zhorthémus, dir einige wesentliche Dinge über die Magie in dieser Welt zu erzählen, worauf der alte Magier zustimmend mit dem Kopf nickt. Auf eine fast unmerkliche Handbewegung von ihm hin beginnen sich die ausgebreiteten Schriftrollen plötzlich von selbst zusammenzurollen, um sich anschließend fein säuberlich in ein altes Holzregal zu stapeln. Dein verblüffter Gesichtsausdruck entlockt Zhorthémus ein zufriedenes Schmunzeln, dann beginnt er zu sprechen:

   "Nun, es wird dir wahrscheinlich während deines Besuches auf Rhejvandar bereits aufgefallen sein, Magie ist in unserer Welt durchaus nichts Ungewöhnliches. Du kannst sie beinahe überall antreffen, nicht nur in Form der Zaubersprüche von Hexen und Magiern, auch in der natürlichen Umgebung oder bei bestimmten Tieren und Pflanzen kannst du sie mitunter in ihren verschiedenen Spielarten beobachten.
Sicher hast du dich schon gefragt, wodurch Magie überhaupt möglich wird. Ich will es dir verraten, es ist das Krél, eine Energieform, die ganz Rhejvandar durchströmt. Mithilfe dieses Kréls kann ein Magiekundiger seine Umgebung oder auch sich selbst verändern, scheinbar aus dem Nichts Neues erschaffen oder Einfluss auf verschiedene Naturgewalten nehmen. Doch ich will nicht abschweifen, nicht das Krél soll Thema meiner Rede sein, sind es doch vielmehr die allgemeinen und grundlegenden Dinge der Magie, über die ich dir berichten will."


Für einen Augenblick hält Zhorthémus inne, um seine Gedanken zu sammeln. Währenddessen betrachtest du den Magier eingehender und stellst erstaunt fest, dass die Gesichtszüge des Zaubermeisters im Gegensatz zum fast schlohweißen Haupthaar und Bart doch relativ jung wirken. Bevor du jedoch weiter darüber nachdenken kannst, fährt Zhorthémus nach eingehendem Räuspern fort:

   "Bei der Magie auf Rhejvandar unterscheiden wir zwei große Hauptformen. Da wäre zum einen die Eigenmagie - in Magierkreisen sagen wir Shuthakra dazu, man könnte es auch genausogut als Körpermagie bezeichnen. Bei dieser Form nutzt der Anwender magische Energie aus seinem eigenen Körper. Doch nur wenigen Völkern unserer Welt ist die Gunst beschert worden, genügend köpereigenes Krél zu produzieren, um einen Teil davon für magische Aktivitäten nutzen zu können. Die Leàren, die Mudlokks und natürlich nicht zu vergessen die Myn'Kho sind einige davon. Angehörige anderer Völker haben nicht das Glück, bereits von Geburt an mit magischen Fähigkeiten ausgestattet zu sein, daher blieb es ihnen auch lange Zeit verwehrt, Magie auszuüben. Doch dies änderte sich, als man vor vielen Jahrhunderten eine Kristallart entdeckte, deren besondere Eigenschaft darin besteht, freies Krél in sich speichern und bei Bedarf wieder abgeben zu können. Auf dieser Basis enstand das Shutharê, die Fremdmagie oder auch Kristallmagie, die von nun an auch Völkern wie zum Beispiel den Hjalven magische Aktivitäten ermöglichte. Du darfst nun aber nicht denken, dass jeder Dahergelaufene so mir nichts dir nichts zum Magier werden kann, sofern er nur in den Besitz eines solchen Krélsteines, wie wir jene magisch aufgeladenen Kristalle nennen, gelangt. Es gehört schon eine ganze Menge mehr dazu, aber davon will ich erst an anderer Stelle mehr berichten.

Genau gesagt gibt es noch eine weitere, dritte Form der Magie, die reinste und mächtigeste, beinahe perfekte aber zugleich auch schwerste und gefährlichste Magie. Sie baut sich auf der Körpermagie auf, für reine Kristallmagier wird diese Form auf ewig unerreichbar bleiben."


An dieser Stelle beendet Zhorthémus seine Ausführungen und möchte wissen, ob du noch weitere Fragen an ihn hast.



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