Baumschwelmer
Punktblatt

   
Obst- & Gemüsepflanzen räuberische Pflanzen



Epiphyten
Als Epiphyten (epi = auf, über; phyton = Pflanze) bezeichnet man Gewächse, die auf anderen Pflanzen gedeihen, ohne diese dabei zu schädigen, wie es bei den Schmarotzerpflanzen der Fall ist. Umgangssprachlich nennt man sie daher auch Aufsitzerpflanzen.
Es gibt sowohl Land- als auch Wasserpflanzen mit epiphytischer Lebensweise. Ersteren dienen zumeist Bäume als Standort, während sich aquatische Epiphyten auf höheren Wasserpflanzen, zum Beispiel Seegräsern, ansiedeln.


Schmarotzerpflanzen
Schmarotzerpflanzen (auch parasitische Pflanzen) sind Gewächse, die Wasser sowie ihre zum Leben benötigten Nährstoffe aus dem Organismus eines Wirts entnehmen, ohne Gegenleistungen als Ausgleich dafür zu erbringen. Im Gegensatz zu den räuberischen Pflanzen besteht der Standort der Schmarotzerpflanzen unmittelbar aus einem anderen Lebewesen. Man unterscheidet dabei lediglich, ob sich der Parasit auf oder innerhalb des Wirtes ansiedelt.
Der Wirt, bei dem es sich zumeist um andere Pflanzen, in selteneren Fällen aber auch um Tiere handelt, erleidet dabei stets Schaden, da sein Organismus durch den Befall mehr oder weniger stark geschwächt wird. Im schlimmsten Fall kann die Schmarotzerpflanze sogar den Tod ihres Wirtes herbeiführen.


Sonderform Symbiose
Eine Sonderstellung innerhalb der Schmarotzerpflanzen nimmt die Lebensgemeinschaft zwischen den Baumwurzlern und dem Peghàran, einer völlig blattlosen Baumart ein, denn obwohl die Baumwurzler das Leitsystem ihrer Wirtsbäume anzapfen, also eine typisch parasitische Verhaltensart an den Tag legen, wiegt der Nutzen, den sie dem Peghàran bringen, den entstandenen Schaden wieder auf. Die Bäume können ohne die Wechselbeziehung mit den Baumwurzlern nicht überleben. Beide Pflanzenarten nehmen die Dienste des Partners in Anspruch, daher sieht man diese Lebensgemeinschaft als Symbiose an.




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